Nicht-medikamentöse Therapie bei Fibromyalgie

Nicht-medikamentöse Therapie bei Fibromyalgie Regelmäßige Bewegung bildet eine wichtige Basis für die Behandlung.

Experten sind sich einig darüber, dass körperliches Training, meditative Bewegungstherapien (z. B. Chi-Gong) und Entspannungsverfahren die Basis der Behandlung bilden müssen. Oftmals gelingt es so, Schmerzen und Müdigkeit zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. Eine Patientenschulung kann Betroffenen außerdem helfen, ihre Erkrankung besser zu verstehen – dies ist oft eine wichtige Voraussetzung, um herauszufinden, was einem gut tut und welche Faktoren die Symptome verschlimmern können.

Patientenschulung

Als Basismaßnahme wird allen Betroffenen die Teilnahme an einer Patientenschulung empfohlen. In einem solchen Kurs werden die Teilnehmer in kleinen Gruppen über das Krankheitsbild und die Behandlungsmöglichkeiten informiert.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist es, Patienten geeignete Strategien an die Hand zu geben, wie sie im Alltag besser mit den Schmerzen umgehen können. Ob Ihre Krankenkasse die Kosten für eine Patientenschulung übernimmt, sollten Sie im Vorfeld klären.

Körperbezogene Ansätze & psychologische Verfahren

Ausdauertraining

Ein regelmäßiges, aber niedrig dosiertes Ausdauertraining (Herz-Kreislauf-Training) gilt als wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Wichtig ist, dass das Training auf die individuelle Fitness zugeschnitten ist und nur vorsichtig über mehrere Monate gesteigert wird. Ziel sollte es sein, zwei- bis dreimal pro Woche über mindestens 30 Minuten zu trainieren. Als geeignete Bewegungsformen werden z. B. schnelles Spazierengehen, Walking, Fahrradfahren, Tanzen oder Aquajogging empfohlen. Eine qualifizierte Beratung und Betreuung durch einen Sportmediziner kann sinnvoll sein.

Funktionstraining

Ein Funktionstraining wird durch entsprechend geschulte Physiotherapeuten durchgeführt und umfasst spezielle Gymnastikübungen, durch die die Funktion von Muskeln und Gelenken gezielt trainiert werden soll. Sie können in Form von Trocken- oder Wassergymnastik durchgeführt werden.

Meditative Bewegungstherapie

Bei Fibromyalgie werden meditative Bewegungstherapien wie Tai-Chi, Qi-Gong und Yoga stark empfohlen. Sie wirken sich oft insgesamt positiv auf das Wohlbefinden aus und können dazu beitragen, die Schmerzen zu lindern und die Müdigkeit zu reduzieren. Entsprechende Kurse werden zum Beispiel von Volkshochschulen angeboten und werden oftmals auch von der Krankenkasse bezuschusst.

Psychologische Verfahren

Verschiedene psychologische Verfahren können bei Fibromyalgie zusätzlich zu den körperbezogenen Therapien eingesetzt werden. Bestimmte Techniken können zum Beispiel dabei helfen, im Alltag besser mit den Beschwerden umzugehen, ungünstige Gefühle und Verhaltensweisen zu erkennen und durch positive zu ersetzen. Zusätzlich können auch bestimmte Entspannungsverfahren oder Methoden zur Stressbewältigung erlernt werden. Treten bei Fibromyalgie Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen auf, müssen diese gezielt behandelt werden.

Physikalische Therapien

Thermalbäder können im Rahmen einer Ganzkörperwärmetherapie mitunter eine schmerzlindernde Wirkung zeigen. Für eine lokale Wärmebehandlung (z. B. Fango, Infrarottherapie) liegen keine Nachweise vor.

Komplementäre und alternative Maßnahmen

Eine zeitlich befristete Akupunktur-Behandlung zur Schmerzlinderung kann im Einzelfall erwogen werden.

Behandlung bei Fibromyalgie

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